Freitag, 17. Dezember 2010

Durch den Wind



Wenn der Traumfänger im Wind
sein Spiel beginnt,
werden Erinnerungen wach.
Das dicke Schloss,
das die Gefühle sorgsam behütet,
wird wieder schwach.

Immer wieder,
unberechenbar wie der Wind,
das Spiel beginnt.

Manchmal ganz leise,
auf melancholische Weise,
dann wieder laut,
wenn sich ein Sturm zusammenbraut.

Die Seele wird gerüttelt
und kräftig durchgeschüttelt.
Doch selbst ein Hauch
von Wind kann auch
den Klang entlocken.
Es trifft ins Herz,
zutiefst erschrocken.

© Chérie de Louis (17. Dezember 2010)


Freitag, 10. Dezember 2010

Mitten ins Herz



Tritt ins Herz,

Scherbenmeer,
offene Wunden,
hoffnungsleer.

Alles kalt,
die Zeit kein Freund,
ohne Halt,
nichts wie es scheint.

Seele voll Blut,
tiefer Fall,
ohnmächtige Wut,
überall.

Schlag ins Gesicht,
Tritt ins Herz,
nirgends ein Licht,
Höllenschmerz.

© Chérie de Louis (10. Dezember 2010)


Donnerstag, 9. Dezember 2010

Tränen der Nacht



Will nicht mehr träumen,
nicht mehr an Dich denken,
Dir keine Zeit einräumen,
keine Gefühle verschenken.

Doch jede Nacht
verlässt mich die Macht,
mit der Dunkelheit
werden meine Emotionen befreit.

Ich will sie vertreiben,
versuche zu schreiben.
Doch nicht die Worte fließen,
Tränen sich ergießen.

Wird es je enden?
Wird es sich wenden?
Wann ist es soweit?
Tränen der Nacht,
Perlen der Ewigkeit.

© Chérie de Louis (08. Dezember 2010)


Montag, 6. Dezember 2010

Für und Wider


Träume, Balsam für die Seele,

wenn sie Hand in Hand mit der Hoffnung gehen.
Träume, unendlich schmerzhaft,
wenn sie für sich allein bestehen.

Tränen, Wohltat für die Seele,
wenn sie vor lauter Glück geweint.
Tränen, unendlich quälend,
wenn das Leben sinnlos scheint.

Hoffnung, Nahrung für die Seele,
wenn sie fast zerbricht.
Hoffnung, fehl am Platze,
wenn alles dagegen spricht.

© Chérie de Louis (05. Dezember 2010)