Montag, 11. Oktober 2010

Du irrst


Du glaubst mir geht es gut,
wenn alles in mir ruht?
Wenn ich schweige
und nicht schreibe?


Du irrst mein Freund,
auch wenn's so scheint.
Und wie Du irrst
und wieder nichts kapierst.


Wenn meine Seele schreit,
denkst Du an Oberflächlichkeit.
Erkennst es nicht,
wenn mein Herz mir bricht.


Ich komme nicht mehr klar
mit dem, was einmal war.
Und Deine Ignoranz
verlangt viel Toleranz.


Verliere langsam die Geduld,
wer trägt die Schuld?
Zieh mir den Schuh nicht länger an.
Ich tat es schon zu lang.


© Chérie de Louis (11. Oktober 2010)


Dienstag, 5. Oktober 2010

Notruf


Gequälter Schrei!
Muse, eil herbei!


Kein Gedanke, weit und breit,
schon so lange Zeit.

Es quält,
es fehlt.


Unerfüllt,
aufgewühlt.


Nerven liegen blank,
fühl mich schwach und krank.


Keine Worte mehr,
alles leer.


Absolutes Muss,
der Muse Kuss.


© Chérie de Louis (05. Oktober 2010)


Sonntag, 3. Oktober 2010

Stimmung


Wenn ich Deine Stimme hör,
wenn Du mich, ich Dich betör,
das Blut in meinen Venen rauscht,
dann ist mein Denken ausgetauscht.


Lebe nur von Sinnen dann,
Nerven fangen zu zittern an.
Herz stolpert zum Marathon,
vernimmt es Deiner Stimme Ton.


Ob Du laut sprichst, oder leise,
genieße es auf meine Weise.
Jeder noch so kleine Laut
von Dir, verursacht Gänsehaut.


Welch erotischer Gesang
ist Deiner Worte Klang.
Ich lausche Dir, bin fasziniert,
blend' alles aus, was sonst passiert.


Nichts und niemand soll mich stören,
Dir zuzuhören.
Was Du auch sagst ist Poesie,
Dein Timbre süße Melodie.


Nur eines ist bedauerlich,
dass mein Verstand erfasst es nicht.
Sobald Dein Wort mein Ohr verführt,
ist der Geist ruiniert.


© Chérie de Louis (03. Oktober 2010)