Dienstag, 28. September 2010

Du


Du bist die tiefschwarze Nacht,
die meine Seele verdunkelt
mit teuflischer Macht.

Du bist der feuchte Nebel,
der alles umhüllt.
Nicht greifbar, trotzdem gefühlt.


Du bist die Hitze der Hölle,
die alles versengt
und Narben in meine Seele brennt.


Du bist die Weite des Meeres,
unbändig und wild,
durch meine Tränen aufgefüllt.


Du bist die Härte des Felsens,
an den gern ich mich lehn,
lässt Du es geschehn.


Du bist die blutrote Rose,
dornig und schön.
Aus der Entfernung gefahrlos anzusehen.


Du bist Alles und Nichts,
denn Du willst es nicht sein.
Für Alles ist Dein Mut zu klein.


© Chérie de Louis (27. September 2010)


Montag, 27. September 2010

Herbst-Erotik


Glut im Kamin
schärft meinen Sinn.
Kerzen und Wein
im Feuerschein,
gedanklich bei Dir sein.


Körper ertasten,
ohne zu hasten.
Träge verweilen,
nicht eilen.
Deinen Duft genießen,
voller Liebe zerfließen.

Gefühle zart erwecken,
Deine Lippen schmecken.
Heiß, wie die Glut im Kamin,
schmelze ich dahin.


Was könnt' schöner sein,
als mit Dir allein,
im Kerzenschein,
bei blutrotem Wein,
vereinigt zu sein?


Sag nur ein Wort
und ich bin Dein...


© Chérie de Louis (27. September 2010)


Samstag, 18. September 2010

Illusionenschwund


Mein Leben ist mir scheißegal,
was wichtig ist, das war einmal.
Hab so lang an uns geglaubt,
bin jeder Illusion beraubt.

Zu lange schon bin ich blockiert,
beim Überdenken mich's schockiert.
Zwei Jahre fast bin ich gefangen,
dabei hat's harmlos angefangen.

Will ich mich von Dir trennen?
Will ich Dich nicht mehr kennen?
Ich weiß es nicht,
mein Herz zerbricht.

Mir fehlt die Kraft,
die es schafft,
mein Leben ohne Dich zu planen.
Einsamkeit lässt sich erahnen...

Und doch versteh ich nicht den Sinn,
hältst Du mich vielleicht einfach hin?
Du hältst Dir alles offen
und lässt mich weiter hoffen.

© Chérie de Louis (18. September 2010)


Sonntag, 12. September 2010

Komm zurück


Die Erde dreht sich weiter,
jeder scheint froh und heiter.
Nur meine kleine Welt,
in sich zusammenfällt.

Was hab ich nur verbrochen?
Du hattest doch versprochen,
ein baldiges Wiedersehen.
Was ist geschehen?

Vermisse Deinen Arm,
der mich hielt, so warm.
Deine Stimme, Deinen Blick,
komm zu mir zurück.

© Chérie de Louis (11. September 2010)