Donnerstag, 29. Juli 2010

Komm, spring auf



Lass uns zu den Sternen fliegen,
im letzten Schein der Sonne
auf rosa Wolken liegen.


Getrieben von Wolllust und Glück,
kein Blick zurück.


Tiefe Blicke versenken,
Gefühle schenken,
ohne zu denken.


Von Ängsten völlig frei,
spring auf, sei dabei.


Deine Sorgen,
mir nicht verborgen,
verschieb sie einfach mal auf Morgen.


Vergiss den Frust,
ergib Dich der Lust.
Lass Dich mitziehen in den unendlichen Raum,
voller Fantasie, ein erotischer Traum.


Einfach mal fallen lassen,
der Alltag wird verblassen.
Energien tanken,
die Seele wird's danken.


Spring auf,
nimm meine Hand.
erinner Dich, was uns verband.
Versuch nicht zu verstehen,
lass es einfach geschehen.


© Chérie de Louis (23. Juli 2010)


Keine Lösung


http://www.youtube.com/watch?v=ditqIFxnLf0


Gedanken ziehen leise weite Kreise.
Gedanken, ungehört, leicht empört.
Sie fliehen, ich lass sie ziehen.

Trinke roten Wein,
lass mich darauf ein,
mit Dir allein zu sein.

Genieße den Moment,
frei und ungehemmt.
Die Sorgen,
das Denken an den Morgen,
verschließe es,
es bleibt verborgen.

Noch ein Schluck Wein.
Traurigkeit schleich ein.
Auf Schritt und Tritt
geht der Zweifel mit.
Prost, Ihr Sorgen,
lasst mich in Ruh',
wenigstens bis morgen.

Ein neues Glas
und ich vergaß,
was an mir zährt.
Erkenn den Wert,
der ich mal war.
Doch nicht mehr klar.

Ein letzter Schluck,
er nimmt den Druck.
Dann schlaf ich ein,
tränenreich, allein.

Am nächsten Morgen,
dieselben Sorgen.
Flasche leer,
und nicht nur das Herz,
auch der Kopf ist jetzt schwer.


© Chérie de Louis (29. Juli 2010)


Dienstag, 20. Juli 2010

Frag nicht



Du fragst warum?
Ich bleibe stumm.
Zu oft gesagt,
zuviel gewagt.


Du fragst nach dem Sinn?
Schau doch genau hin.
Sieh die Hand, die man Dir reicht,
sieh mich, die nicht von Deiner Seite weicht.


Du fragst wozu?
Komm zur Ruh und lass es zu.
Lass zu, dass man Dich liebt,
Deine Schwächen Dir vergibt.


Du stellst viele Fragen,
doch anstatt zu verzagen,
solltest Du es wagen.


Viele Wege stehen offen,
es ist mehr, als nur ein Hoffen.
Du willst es nicht hören,
willst lieber zerstören.


Mein Sehnen,
meine Tränen,
nimmst Du es wahr?
Nein, Du siehst nur die Gefahr.


Ändere Deinen Blick,
dann erkennst Du das Glück.
Und dann geh zwei Schritte vor,
statt einen zurück.


Sonntag, 18. Juli 2010

Ein Licht für Dich



Siehst Du dieses kleine Licht?
Es ist für Dich,
bitte lösch es nicht.


Sei nicht dumm,
frag nicht warum,
folge ihm stumm.


Du musst es riskieren,
hast doch nichts zu verlieren.
Lass Dich verführen.


Lass Dich fallen,
Vergangenes verhallen,
zeig es Allen.


Vergiss die Bedenken,
lass Dich von Gefühlen lenken
und mein Herz Dir schenken.


Sag nicht nein,
bleib nicht allein,
lass mich an Deiner Seite sein.


Des Lichtes Schein
wirkt jetzt noch klein,
doch er kann der Beginn Deines neuen Lebens sein.


© Chérie de Louis (18. Juli 2010)


http://www.youtube.com/watch?v=Ps7vUijrARQ


Samstag, 17. Juli 2010

Grau

Nachricht

Wolkenverhangenes Firmament,
trübe Gedanken, die keiner kennt.
In mir verborgen,
die Sorgen.

Zeichen, zu lange ignoriert,
damit die Seele nicht gefriert.
Nun ist's genug
mit diesem Selbstbetrug.

Immer zu Dir hochgeschaut,
an Dich geglaubt und Dir vertraut.
Mit offenem Blick
seh ich jetzt zurück.

Ohne rosa Brille.
Gespenstische Stille.
Tränen schweigen,
doch sie zeigen,
Du bist noch da
und meinem Herzen viel zu nah.

© Chérie de Louis (17. Juli 2010)


Freitag, 16. Juli 2010

Tod der Hoffnung



Geschnetzeltes in Rotweinsauce,
statt Ravioli aus der Dose.
So harmlos fing es an,
doch dann,
ganz plötzlich, war da mehr,
unbemerkt, ohne Gegenwehr.


Gespräche, immer tiefer,
Gefühle intensiver,
riss alle Mauern nieder,
vertraute wieder.
Völlig entspannt,
von Dir gebannt,
reichte ich Dir meine Hand.


Mein Leben
wollte ich Dir geben.
Mein Herz Dir schenken,
ohne Bedenken.
Fühlte mich wie neu geboren
und war dabei schon längst verloren.


Ich habe vertraut,
auf Dich gebaut,
viel zu oft
ohne Grund gehofft.
Ich strebte nach Glück,
Du zogst wortlos Dich zurück.


Das, was uns einmal verband,
habe wohl nur ich erkannt.
Heute habe ich kapiert,
Du warst nie wirklich interessiert.
Die Enttäuschung erkennen,
beim Namen nennen,
es fällt mir schwer,
ich vermiss Dich so sehr.


Doch Du tust mir nicht gut,
machst mich kaputt.
Hoffnung sollte schützen,
doch sie liegt in Tränenpfützen.
Nichts mehr da, was mich noch wärmt.
Meilenweit von Dir entfernt.
Dazu gelernt...


© Chérie de Louis (16. Juli 2010)


http://www.youtube.com/watch?v=2Dj1T_gqY50


Dienstag, 13. Juli 2010

Unausgesprochen


Tausend Gedanken durchschwirren den Raum,
in meinen Kopf passen sie kaum.
Worte, nie gesagt,
Fragen, nie gefragt.
Lange Gespräche, nie geführt,
in Gedanken mit Worten liebkost,
hätte Dich das berührt?

Du bist mir viel näher, als Du vielleicht denkst,
weil Du die Monologe nicht kennst.
Zu jeder Zeit bist Du bei mir,
ich rede unendlich viel mit Dir.
Gut, dass mich dann keiner hört,
man hielte mich sonst für gestört.

Doch der ungesagten Worte Kluft,
nimmt mir manchmal auch die Luft.
Hab Höhenangst, ich kann nicht fliegen,
will die Kluft überwinden,
die rechten Worte finden,
Stolz und Zweifel besiegen.


Die Lage ist sehr eingefahren,
schweigen jetzt seit fast zwei Jahren.
Keiner von uns kommt heraus,
aus seinem Schneckenhaus.
Alte Wunden, tiefer Schmerz,
setzten Angst in unser Herz.

Doch die Hoffnung, die ich hege,
Liebe findet ihre Wege.
Mit viel Geduld, auf Dauer,
zerbricht vielleicht die Mauer.
Die Zeit, sie ist auch nicht vergebens,
denn ich weiß, Du bist
die letzte Liebe meines Lebens.

© Chérie de Louis (13. Juli 2010)


Samstag, 10. Juli 2010

Fragen


Was ist passiert?
Bin völlig verwirrt.
Einander völlig unbekannt,
spürten wir ein zartes Band.

Ein magischer Moment,
ungewohnt und fremd,
gefüllt mit Emotion.
Erotische Situation.

Kann ich meinem Bauch vertrauen,
oder mach ich mich zum Clown?
Bilde ich mir etwas ein,
fall ich auf mich selbst herein?


Doch dann, Dein Schweigen.
Was soll es mir zeigen?
Hast Du mir nichts zu sagen?
Zu viele Fragen.


So vieles ungeklärt,
was bin ich Dir bloß wert?
Fühlst Du so wie ich,
oder täusche ich mich?


© Chérie de Louis (10. Juli 2010)


Freitag, 9. Juli 2010

Gefühlsreise



Das Leben läuft an mir vorbei,
Träume zerplatzen, machen mich frei.
Rastlos und ohne Worte
durchreiste im Traumland ich die Orte.


Glückstadt war der erste Ort,
doch lange hielt es mich nicht dort.
Wär gerne länger noch geblieben,
doch leider wurde ich vertrieben.


Weinhausen kam direkt danach,
die Stadt, die mich beinah zerbrach.
Hoffnungsburg, mein neues Ziel,
das Umfeld mir dort sehr gefiel.


Und gut erholt wurde mir klar,
ich möchte nach Utopia.
Der Weg dorthin war ziemlich weit,
drum blieb ich dort, für lange Zeit.


Doch Schmerzheim lag gleich nebenan.
Auch da musste ich irgendwann
mich lange niederlassen,
um die Reiseroute neu zu verfassen.


Der Schmerz schien mich fast zu erdrücken,
da entdeckte ich Mutbrücken,
Ortsteil Hoffnungsfranken,
da konnte neue Kraft ich tanken.


So zog es mich nach Liebesfeld,
es ist die schönste Stadt der Welt.
Sie weckte mein Entzücken,
trotz ihrer Tücken.


Denn dort ist vorgegeben,
man darf allein nicht leben.
Ich konnte nicht verweilen,
musste von dannen eilen.


Bald sah ich die Stadtmauern
der Ortschaft Zweifelstauern.
Ein hässliches Nest,
hab's gehasst, wie die Pest.


Mir blieb keine Wahl,
nur ein Weg nach Höllenthal.
Meine schlimmste Nacht
hab ich dort verbracht.


Langsam spüre ich die Wende,
meine Reise geht zu Ende.
Sie war steinig und hart,
teuer mit Gefühlen bezahlt.


Doch würd man mich fragen,
nach all diesen Tagen,
war alles verkehrt?
Ich würde wohl sagen:
Nein, mein großer Traum,
er war es wert.


© Chérie de Louis (09. Juli 2010)


Dienstag, 6. Juli 2010

Mein größter Wunsch



Mein größter Wunsch,
ich träum davon,
Dein Klingelton am Telefon,
und nur ein Satz:
"Schau doch mal raus",
und Du stündest vor meinem Haus.

Nichts könnte mich mehr entzücken,
würd' Dich vermutlich fast erdrücken.
Doch leider glaub ich kaum,
dass es passiert,
es bleibt ein Traum.

Trotz allem schau ich immer wieder,
die Straße rauf und wieder nieder,
es könnt' ja sein,
Du würd'st Dich trauen,
einfach mal vorbeizuschauen.

So werd ich weiter hoffen,
Du weißt, mein Haus steht offen
für Dich zu jeder Zeit.
Der Weg ist gar nicht weit.

Der Himmel hört mein Flehen,
vielleicht wird er's verstehen,
doch wenn wir uns dann wiedersehen,
lass ich Dich sicher nicht mehr gehen.

© Chérie de Louis (06. Juli 2010)