Dienstag, 29. Juni 2010

Ich will


Will Dich spüren und berühren,
an Dir lecken und Dich schmecken.

Dir vertrauen, auf Dich bauen,
Dich sehen und verstehen.

Dich hören und betören,
mit Dir lachen und wachen.

Mit Dir weinen und vereinen,
mit Dir leben und auf rosa Wolken schweben.

Mit Dir träumen, nichts versäumen.
Das und noch viel mehr,
weil ich Dich so sehr begehr.

© Chérie de Louis (27. Juni 2010)


Zwischendurch



Lasse die Gedanken treiben,
Körper aneinander reiben,
wild verschlungen
unsere Zungen.
Rieche Deinen frischen Schweiß,
mir wird heiß.


In den Adern heißes Blut,
in den Augen wilde Glut.
Das Pochen in den Lenden,
es will nicht enden.
Zärtlich die Hände gleiten,
um höchste Lust zu bereiten.


Rhythmische Berührung,
Zauber der Verführung,
umhüllt mit Fantasie,
ekstasische Magie.
Lustvoller Schrei,
dann ist es vorbei.


© Chérie de Louis (27. Juni 2010)


Montag, 21. Juni 2010

Lustvoller Schmerz


Zwei liebende Herzen,
flackernde Kerzen,
erotische Musik ertönt,
sinnlich mich verwöhnt.

Geölte Seile,
zart gebunden, ohne Eile,
magischer Moment,
glutvoll das Verlangen brennt.

Augen schließen,
pure Lust genießen,
will spüren Deine Haut,
fremd und doch vertraut.

Kerzenwachs, so heiß,
Schmerz, gekühlt mit Eis,
ein Zittern mich durchbebt,
so intensiv noch nie erlebt.


Verborgene Triebe,
grenzenlose Liebe,
tief in mir versteckt,
neu entdeckt.

Geliebter, ich will,
sag nichts, schweig still.
Den Schmerz allein
ich trag,
um Dein zu sein.

© Chérie de Louis (20. Juni 2010)


Sonntag, 20. Juni 2010

Genug



Es geht nicht mehr.
Fühl mich ausgebrannt und leer,
mein Herz ist schwer.

Trennen uns auch viele Meilen,
ich wollt' mein Leben mit Dir teilen.
Ein Tanz auf Seilen.

Alles hätt' ich Dir gegeben,
meine Liebe und mein Leben.
Du griffst daneben.

Hast die Hoffnung stets genährt,
nichts abgewehrt.
Das war verkehrt.

Heute steh ich da,
erkenne die Gefahr,
die ich zuvor nie sah.

Der Wolkenflug
war Selbstbetrug.
Es reicht, nun ist's genug.

© Chérie de Louis (20. Juni 2010)


Samstag, 19. Juni 2010

Wechselbad


Ich kann nicht mit,
ich kann nicht ohne.
Suche meine freie Zone.

Erst zu dunkel,
dann zu hell.
Die Stimmung wechselt schnell.

Gerad' noch oben,
jetzt schon unten,
dazwischen liegen nur Sekunden.

Mal ist mir heiß,
mal ist mir kalt,
verliere jeden Halt.

Strebe nach vorn
und geh zurück,
entferne mich vom Glück.

Möchte gerne schweigend reden,
doch red' ich schweigend,
steh mir selbst entgegen.

Will ich oder will ich nicht?
Siehst Du die ungeweinten Tränen
in meinem lächelnden Gesicht?

© Chérie de Louis (19. Juni 2010)



Begegnung


Als wir uns zu Anfang trafen,
verbal-akrobatisch mit Worten bewarfen,
betraten wir ein neues Land,
uns beiden völlig unbekannt.

Wir tranken virtuellen Wein,
ich schlüpfte in Dein Bett hinein.
Schnell war's passiert,
Eis, lustvoll im Bauchnabel serviert.

Zärliches Necken,
einander entdecken.
All diese Stunden
haben uns eng verbunden.

Schon nach kurzer Zeit
war es dann soweit.
Stundenlang am Telefon,
die Zeit lief uns davon.
Jede Sekunde, die verflossen,
haben wir genossen.

In dieser virtuelle Welt
haben wir uns vorgestellt,
uns zu berühren
und zu verführen.
Unser Leben
war ein einziges Schweben.

Uns war überhaupt nicht klar,
was da geschah.
Es wurde schwer,
wir wollten mehr.
In die Momente wilder Lust
schlich sich der Frust.

Dann ist's geschehen,
wir haben uns gesehen.
Magischer Moment,
ungehemmt
durchliebte Nächte,
himmlische Mächte.
Stunden der Euphorie,
ich vergesse sie nie.

© Chérie de Louis (19. Juni 2010)


Nur ein Gedanke



Schon der Gedanke an Dich
beunruhigt mich.
Welch ein Genuss,
unser erster Kuss.
Tief in die Augen geschaut,
Schauer auf heißer Haut.


Hände, ich kann spüren,
wie sie mich berühren.
Puls, rasend wild,
Lust ungestillt.
Komm her,
ich will mehr.


Unser Zungenspiel,
ganz ohne Ziel.
Mal saugend, mal beißend,
alles verheißend.
Hör nicht auf,
treib mich rauf.


Treib mich in wolllüstige Sphären,
lass uns einander begehren,
nichts verwehren.
Tosendes Blut,
heiß wie Glut.
Fühlst Du auch, wie gut das tut?


© Chérie de Louis (18. Juni 2010)


Freitag, 18. Juni 2010

Die Nacht


Laue Sommernacht,
Gedanken fließen
durch geöffnete Türen gen Himmel.
Will es genießen,
Sternenzauber,
nur an Dich gedacht.

Hitze, ich brenne,
ungewohnt,
schau fragend zum Mond.
Antworten, die ich schon kenne.
Funkelsterne
in der Ferne,
Blicke
ins Universum schicke.

Herz vibriert,
Seele friert,
kapituliert.
Ins Aus manövriert.
Zum Schweben fehlt der Wind,
den ich nicht find.

Traumschwarze Nacht,
voller Macht,
doch zart und sacht
hüllt sie mich ein in Phantasie.
Kurze Zeit
ohne Leid,
verträumte Harmonie.

© Chérie de Louis (18. Juni 2010)


Mittwoch, 16. Juni 2010

Neuland


Du, ja Du,
komm rein in meinen Traum.
Komm über mich und lass mich's fühlen,
will in Deinen Haaren wühlen.
Will Dich jetzt spüren,
verführen.
Willst Du mich berühren?

Trau Dich,
fessel mich,
komm über mich.
Ich kenn Dich nicht.
Egal.
Erlöse mich von meiner Qual.

Geb mich hin.
Nimm mich, wie ich bin.
Nimm die Kerzen,
bekämpf den Schmerz mit Schmerzen.
Heißer Wachs auf meiner Haut,
kein Laut.

Genieße diese Lust,
unbewusst.
Geölte Seile, nie gekannt,
begebe mich ins Neue Land.
Halt mich,
halt mich fest an Deiner Hand.

© Chérie de Louis (15. Juni 2010)


Dienstag, 15. Juni 2010

Einsicht


Ich hab so lang an uns geglaubt,
alle Kräfte mir geraubt.
Voller Zuversicht,
sah ich die Wahrheit nicht.

Ich hoffte immer auf die Zeit,
dachte, Du seist noch nicht so weit.
Doch die Zeit, sie zerrann,
nichts begann.

Es war wie ein Wahn,
es warf mich aus der Bahn.
Als ich Dich brauchte, keine Spur,
wo warst Du nur?

Langsam wird mir klar,
Du warst nie für mich da.
Kann vieles jetzt noch nicht verstehen,
doch ich lass Dich gehen.

© Chérie de Louis (15. Juni 2010)


Sonntag, 13. Juni 2010

Unsichtbar


Hast Du jemals Schmerzen gesehen?
Nein?
Zweifelst Du sie deshalb an?

Hast Du jemals Hunger gesehen?
Und?
Glaubst Du nicht trotzdem daran?

Hast Du jemals Durst gesehen?
Wie?
Du weißt, dass es ihn gibt?

Und warum zweifelst Du es an,
dass hier jemand ist,
der Dich über alles liebt?

© Chérie de Louis (13. Juni 2010)


Spürst Du es



Spürst Du es auch,
dieses Kribbeln im Bauch?
So soll es bleiben,
wenn wir uns schreiben.


Virtuelles Berühren,
auch das kann man spüren.
Will gar nicht verstehen,
wie es konnte geschehen.


Tabulos und schön,
lass es nie vergehen.
Ganz ohne Frage,
es sind wundervolle Tage.


Zerstör sie nicht,
such nicht das Licht,
denn alles, was zählt,
ist unsere kleine, dunkle, virtuelle Welt.


© Chérie de Louis (13. Juni 2010)



Mittwoch, 9. Juni 2010

Seelenfeuerwehr


Bin immer für Dich da,
spüre die Gefahr,
wenn Deine Stimmung sinkt,
als hättest Du gewinkt.

Denk mich in Dich hinein,
fühle Deine Pein,
egal an welchem Ort,
sofort.

Ich kann es schwer benennen,
obwohl wir uns kaum kennen,
gehst Du mir viel zu nah,
was immer auch geschah.

Ich frag mich, was das ist
und was Du für mich bist,
und was bin ich für Dich?
Sprich!

Nur die Seelenfeuerwehr?
Oder noch ein bisschen mehr?
Doch nun fühl ich mich ausgebrannt,
hab's leider viel zu spät erkannt.

Wenn ich Dich brauch,
erkennst Du nicht einmal den Rauch.
Du hast mein Feuer nicht gesehen,
Du hörtest nicht mein Flehen.

Die Seelenfeuerwehr
sie kann nicht mehr.
Ist wie ein Schatten ohne Licht,
der in der Nacht zerbricht.

© Chérie de Louis (o9. Juni 2010)


Grausame Liebe


Wieder eine Nacht durchwacht.
Stundenlang an Dich gedacht.

Die Zeit total vergessen,
gedankenverloren da gesessen.
Sinnlos, willenlos, kopflos,
ein Liebesopfer bloß.

Geschrei der Vögel sich erhebt,
ein Zeichen, dass die Welt noch lebt.
Gehör ich noch zu dieser Welt?
Was ist es, was im Leben zählt?

Ziemlich schnell,
wird es hell.
Dieses Licht,
ich mag es nicht.

Im Dunkeln möcht ich sein,
mit meiner Pein allein.
Nachtschwarze Gedanken
mich dann umranken.

So schlaf ich endlich ein.
Nicht mal die Traumwelt läd mich ein.
Grausam ist die große Liebe,
wenn Du liebst allein...

© Chérie de Louis (o8. Juni 2010)


Samstag, 5. Juni 2010

Aus der Bahn


Du bist so nah und immer da
und doch so weit entfernt.
Weiß nicht mehr ein und nicht mehr aus,
falle ganz tief, komm nicht mehr raus,
aus diesem depressiven Loch,
ich hab es nie gelernt.

Mein Leben lief in glatten Bahnen,
ohne zu ahnen,
dass es Dich gibt.
Du stürmtest in mein Leben,
zerbrachst die Schranken
meiner Gedanken,
ich war sofort verliebt.

Ein Traum fing an,
doch so schnell, wie er begann,
nahm er ein Ende.
Es kam die Wende,
mit ihr die albtraumhafte Seelenqual,
denn Du gingst fort,
ohne ein Wort.

In mir zerbrach, Stück für Stück,
der Glaube an mein Lebensglück.
Ich verzag mit jedem Tag
ein bisschen mehr.
Alles scheint leer.
Hunderte von Tagen,
tausend ungestellte Fragen.

Kommt es noch einmal zurück,
mein Lebensglück?
Werd ich wieder herzhaft lachen,
ohne Traurigkeit erwachen?
Die Antwort möchte ich von Dir,
doch ich weiß, sie liegt in mir.

© Chérie de Louis (o2. Juni 2010)


Wunderwelt


Sitz hier unterm Himmelszelt,
träum mich in die Wunderwelt.
Eine Welt, nur für uns zwei,
niemand sonst ist mit dabei.


Eine Welt, erfüllt von Liebe,
sehnsuchtsvoll erwachter Triebe.
Ohne Fragen,
ohne Klagen.


Eine Welt voll Zärtlichkeit,
füreinander stets bereit.
Ohne Eifersucht und Zank,
nur erfüllt mit großem Dank.


Eine Welt mit warmer Seele,
in der uns kein Gedanke quäle.
Es gäb nur Dich und mich,
mehr bräucht ich nicht.


Doch kalter Wind mich jetzt berührt,
merke gerade, wie's mich friert.
Unter dem Himmelszelt,
in der Wunderwelt,
angelehnt an einem Baum,
war alles leider nur ein Traum.


© Chérie de Louis (o2. Juni 2010)


Gedanken-Reise



Flüstern und Raunen,
ungläubiges Staunen.
Sie betritt den Raum,
bemerkt die Blicke kaum.


Schön, wie nie zuvor,
kommt sie den Anderen vor.
Ein Strahlen sie umgibt,
man sieht, sie ist verliebt.


Ihre Augen, sternengleich,
ihre Züge, himmlisch weich,
in sich versunken,
vor Liebe trunken,
schwebt sie vorbei,
in sich gefangen und doch frei.


Ihre Gedanken,
befreit von allen Schranken,
reisen in eine Welt,
in der nur Liebe zählt.
In dieser Welt liegt ihr Glück,
sie will nicht zurück.


Und so gleitet sie weiter,
will keinen Begleiter,
will nur zu Dir,
steht wartend vor Deiner Tür.
In Gedanken,
ganz ohne Schranken...


© Chérie de Louis (30. Mai 2010)


Manchmal



Manchmal fühl ich mich so schwer,
denke, meine Welt sei leer.
Fühl ich dann die Tränen laufen,
geh ich einfach Schuhe kaufen.


Manchmal bin ich nur frustriert,
weil mal wieder nichts passiert.
Spür ich Depri-Phasen kommen,
wird der Katalog genommen.


Otto, Neckermann und Co
machen mich dann einfach froh.
Doch das ist von kurzer Dauer,
nach der Rechnung bin ich schlauer.


Manchmal sitz ich einfach hier,
trinke Wein, ich mag kein Bier.
Hypnotisier mein Telefon,
seit Stunden schon.


Manchmal ist es dann soweit,
jeder denkt, ich werd gescheit.
Denn dann fass ich den Entschluss,
dass es auch ohne gehen muss.


Doch gerade dann, oh welch ein Hohn,
klingelt laut das Telefon.
Guter Vorsatz ist dann fort,
höre ich Dein erstes Wort.


Manchmal war so gerade eben.
Bin erfüllt mit neuem Leben
und mit neuer Qual,
manchmal....


© Chérie de Louis (25. Mai 2010)