Mittwoch, 28. April 2010

Das Ende


Die große Liebe, gestorben im Jetzt,
tiefe Wunden hinterlassend, tränenbenetzt.

Gehofft und gewartet, Reserven verbraucht.
Geliebt und doch verloren, Gefühle verraucht.

Klaffende Wunde, brennendes Herz,
Glücksgefühle weichen dem Schmerz.

Hoffnungsloser, tränenschwerer Blick,
schaut sehnsuchtsvoll zurück.

Selbst dem Verstand wird klar,
nichts wird mehr sein, wie es mal war.

Beängstigend kalt ist jetzt der Raum,
ohne Dich und unserem Traum.

© Chérie de Louis (28. April 2010)


Mittwoch, 21. April 2010

Scheintod


Wenn Träume sterben
wird es niemand hören,
wird es keinen stören.

Ein verwundetes Herz,
voller Schmerz,
es leidet stumm,
unhörbar die Frage nach dem Warum.

Wenn Tränen leise rinnen,
dann wird man beginnen
die Träume zu begraben,
was übrig bleibt, sind Narben.

Vernarbte Herzen, vernarbte Seelen,
die sich durch das Leben quälen.
Lautlos weiter leiden
und Träume zukünftig vermeiden.

Und doch, der tief vergrabene Traum,
man merkt es kaum,
wird weiter das Leben bestimmen.
Auch Totgesagtes kann gewinnen.

© Chérie de Louis (21. April 2010)


Seelenwanderer



Wie viele Seelen sind in Dir?
Komm, zeig sie mir.
Lass mich auch die schwarze kennen,
und mit Namen sie benennen.
Ich möchte sie begrüßen,
die herben, die bösen, die süßen.
Ich weiß, sie sind ein Teil von Dir,
drum zeig sie mir.


Keine wird von mir vertrieben,
ich werde jede einzelne lieben.
Lass Dich einfach gehen,
ich möchte Dich verstehen.
Du musst Dich nicht verstecken,
ich liebe Deine Ecken,
hab sie auch gleich erkannt,
wenn ich sie auch erst spät verstand.


Mir ist nur eines wichtig,
alles andere ist nichtig,
dass Du Du selbst sein kannst.
Es macht mir keine Angst,
ich mache mir nur Sorgen,
um das, was tief verborgen,
noch in Dir schlummern mag,
Dich quälend, Tag für Tag.


All Deine Facetten,
die bösen und die netten,
sind mir inzwischen so vertraut,
hab hinter die Fassade geschaut.
Wer weiß, was ich noch find.
Liebe macht nicht blind.
Habe viel gesehen,
versuch es zu verstehen.


© Chérie de Louis (20. April 2010)


Samstag, 17. April 2010

Ich wähle Dich


Der Worte viel gesagt,
Wesentliches nicht gefragt.
Alles bleibt offen,
Spielraum zum Hoffen.

Monate vergehen,
ein Ende nicht abzusehen,
ein Ende der Qual,
doch ich hab die Wahl.

Ich kann es beenden,
keinen weiteren Gedanken verschwenden.
Ab diesem Moment
wäre ich mir selber fremd.


Ich habe gelernt, mit Dir zu leben,
zu hoffen und nach dem Glück zu streben,
auf Träume zu bauen
und positiv in die Zukunft zu schauen.

© Chérie de Louis (16. April 2010)


Freitag, 16. April 2010

Der erste Augenblick


Dich gesehen,
schon war es geschehen.
Beine, puddingweich,
signalisierten gleich,
dieser Mann,
macht mich an.

Deine Augen und Dein Blick,
Ticket ins Glück.
Tosend wallendes Blut,
Herz entflammt in höchster Glut.
Gedanken nicht mehr klar,
seit dem Moment, wo ich Dich sah.

Zitternde Hände, pochendes Herz,
Gefühle ziehen himmelwärts.
Völlig ungewarnt,
mit Leichtigkeit getarnt
der erste Kuss,
es kam, wie's kommen muss.

Kann mich nicht mehr wehren
gegen das Begehren,
Dich zu spüren,
zu verführen und berühren.
Die Liebe ist geboren
und ich hab mich darin verloren.

© Chérie de Louis (16. April 2010)